Das war „Die Seele Afrika“

silkeunduli Südafrika


Das war „Die Seele Afrika“

Wir sind die letzten Tage auf dem Campingplatz in Port Elisabeth. Hier haben wir unsere Sachen gepackt, aufgeräumt und nochmals mit unseren „anderen Ausreißern“ die Abende verbracht. Am ersten Abend kam dann doch etwas Abschiedsstimmung auf und so haben wir noch weit bis nach Mitternacht am Lagerfeuer zusammen gesessen, Musik gehört, Erlebnisse der Reise Revue passieren lassen und dabei südafrikanischen Rotwein getrunken. Bei dem Lied „Time to say good bye“ wurde uns so richtig bewusst, dass die Reise vorbei ist und wir uns jetzt wohl länger nicht mehr sehen werden.

Time to say good bye… Abschied von den Ausreißern

Am 23. haben wir uns zusammen das Fussballspiel Deutschland gegen Japan angesehen und anschließend noch gemeinsam gegessen. Achim und Beate sind dann ins Hotel. Sie fliegen schon morgen. Stephan und wir haben am Abend noch etwas zusammen gesessen ehe es dann am Morgen auch für uns hieß Abschied zu nehmen.

Damit ist unser Abenteuer Afrika auch schon fast vorbei. Am 24.11. geben wir unser Wohnmobil ab, am 25.11. geht unser Flug über Johannesburg nach Frankfurt und am 26.11. hat uns das kalte Deutschland wieder. Unser Wohnmobil kommt leider erst um die Weihnachtszeit von hier mit dem Schiff weg und wir können es hoffentlich Mitte Januar in Zeebrügge unbeschadet in Empfang nehmen.

Wir haben viele schöne Dinge erlebt aber auch weniger schöne Erlebnisse hinter uns. Manches Mal dachten wir das die Reise nicht die „Seele Afrika“ heißen sollte sondern „Die armen Seelen in Afrika“.

Wenn man uns fragt was war am schönsten können wir uns kaum festlegen.
  • Südafrika ist wenig afrikanisch, hat gute Weine und der Krüger Nationalpark ist ein tolles Erlebnis,
  • Malawi und Mosambik sind sehr arme Länder mit ewig lächelnden Menschen und Straßen, die kaum als solche bezeichnet werden können,
  • Tansania besticht durch Sansibar und den Serengeti Nationalpark,
  • Botswana hat den tollen Chobe Nationalpark,
  • in Sambia waren wir an schönen warmen Hot Springs,
  • Simbabwe hat den schöneren Teil der Victoria Wasserfälle.
  • Namibia hat fast nur Wellblechstraßen und wir werden nochmals kommen müssen um das Land kennen zu lernen.

Wir wurden auf der gesamten Reise immer freundlich begrüßt, Kinder winken am Straßenrand, es gab für uns keine gefährliche Situation und wir sind vor allem gesund geblieben. Wir werden auf jeden Fall noch einmal zur Regenzeit in den Serengeti NP fahren und mit unserem tollen Guide Michael eine Tour machen und auch Namibia werden wir mit einem Mietauto nochmals bereisen. Wir haben wieder tolle Menschen kennengelernt und Freunde gefunden. Mit Achim, Beate, Stephan, Petra, Paul, Kim, Manfred, Helene, Hermann, Sabine und „Uli mit Hänger“ werden wir wohl noch lange in Kontakt bleiben.Wir haben tolle Tage zusammen verbracht und viele wunderschöne Abende.

Zwei negative Punkte von dieser Reise wollen wir noch festhalten ehe wir diesen Blog mal wieder für einige Zeit beenden

  • Nie wieder mit dem eigenen Wohnmobil nach Afrika. Die Straßen in den meisten Ländern sind so schlecht, dass der Aufbau fürchterlich leidet. Auch wenn Seabridge diese Tour für klassische Wohnmobile ausschreibt, man sollte es lassen und Mietwagen nehmen. Schade nur, dass der Veranstalter das nicht so sieht und uns bei einem Treffen in Namibia sagte: „Es sind doch alle durchgekommen, das ist die Hauptsache“ . Wir sehen das leider etwas anders, durchkommen kann nicht das Ziel dieser Reise sein.
  • Wir hatten leider auch sehr viel Pech mit unserem Reiseleiter Patrick Fuchs. Ihn können wir nicht weiter empfehlen. Er hat mit seiner Frau diese Tour eher als „Urlaub“ betrachtet und die Gruppe störte nur. Die wenigen Kenntnisse über die bereisten Länder und Menschen und seine Informationen beim Breefing kamen alle aus dem Seabridge Tourbuch. Auch fehlte es ihm an Flexibilität, Eigeninitiative und Gruppenführung.

Jetzt sagen wir mal wieder tschüß für eine ganze Weile und freuen uns auf die nächste Tour.

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