Veracruz und San Pedro Cholula

silkeunduli Mexico, Panamericana Teil 2


Veracruz und San Pedro Cholula 27. bis 30.04.203

Heute ist ein langer Fahrtag. Fast 400 km liegen vor uns und nach den ersten 50 entscheiden wir und dann doch die Mautstrecke zu nehmen, da sie keine „schlafenden Polizisten“ und schmutzige Dorfdurchfahrten hat.

Am Nachmittag kommen wir in Veracruz an und hier ist der Unterschied zwischen arm und reich sehr schnell erkennbar. Moderne Wohnkomplexe und Hotelanlagen heben sich von den armseligen Hütten und Müllbergen der Landbevölkerung ab.

Wir gehen noch an den Strand da am Pool eine Kindergeburtstagsfeier mit etwa 100 Kindern ist. Fischer verkaufen ihren Fang, aber wir nehmen heute keinen Fisch, da wir noch grillen wollen.

Am nächsten Tag machen wir einen Stadtrundgang durch Veracruz. Veracruz ist Mexikos wichtigster Atlantikhafen mit langer Tradition. Er war für die Spanier wichtiger Verschiffungshafen für die Schätze von Mexika aber auch für südamerikanisches Gold aus Peru und Waren aus Ostasien. Der Reichtum lockte natürlich viele Piraten an und so wurde zum Schutz 1750 eine Stadtmauer mit 9 Bastionen gebaut mit einer prächtigen Hafenfestung. Das schwülheiße Klima hält viele Ausländer von einem Besuch der Stadt ab. Dafür kommen um so mehr Mexikaner. Allabendlich tanzen die „einheimischen Rentner“ Salsa am zentralen Platz.

Am Morgen überrascht uns ein Sturm von Norden auf dem Weg ins Hochland. Wir sehen fast nichts mehr vor lauter Staub und Müll ehe wir das Hochland erreichen. Wir nehmen die Autobahn und bezahlen fast 45 Euro für teilweise schon sehr schlechte Straßen. Und plötzlich zeigt unser Thermometer nicht mehr 35-40 Grad an sondern arktische 12 Grad 😉

Unser Übernachtungsplatz ist in Cholula auf 2.175 m Höhe. Wir sitzen bei angenehmen Temperaturen noch lange draußen und genießen die Frische.

Am nächsten Morgen machen wir einen Stadtrundgang durch San Pedro Cholule. Hier befindet sich die größte Pyramide der westlichen Hemisphäre. Das vorhispanische Bauwerk hat ein Volumen von etwa 4,45 Mio. Kubikmetern mit einer Grundfläche von 450 × 450 m. Allerdings ist es mit der jetzigen Höhe von 66 m deutlich kleiner als die Cheops Pyramide. Die oberste der vier Plattformen, auf der jetzt die Kirche „Iglesia de Nuestra Señora de los Remedios“ steht, ist sehr groß und auch die untersten Stufen liegen noch einige Meter unter dem heutigen Erdboden. Die Pyramide verbirgt sich zwar unter einem riesigen Hügel und ist nur teilweise ausgegraben und war einst dem Gott Quetzalcoati gewidmet. Bereits bei der Ankunft der Spanier war sie vollständig überwachsen.

Cholula ist ein hübsches Städtchen und von der religiösen Vergangenheit zeugen noch viele Kirchen. Cholulu ist eine der ältesten Städte Amerikas und seit Christi Geburt ununterbrochen bewohnt. Im Westen wird das Tal von den Vulkanen Popocatépetl und Iztaccíhuatl begrenzt. Im Norden befindet sich der inaktive Vulkan La Malinche und im Osten des Tals ragt der 5.747 m hohe Pico de Orizaba empor

Wir genießen die Gassen und die kleinen Cafes und am Abend essen wir in einem typisch mexikanischen Restaurant.

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