Camino de la Muerte (Todesstraße)

silkeunduli Bolivien


Camino de la Muerte 10.01.2020

Heute ging es um 8 Uhr los. Mit Kleinbussen wurden wir abgeholt und sind zunächst quer durch La Paz gefahren.  Von La Paz, auf 3600 m, steigt die Straße zunächst bis auf den La Cumbre Pass in 4670 m Höhe an und fällt danach auf etwa 1200 m in Coroica. Dabei windet sie sich in vielen Serpentinen.

Die alte einspurige Straße führt zumeist ohne Leitplanken an steilen Abhängen entlang. Häufig sorgen Regen und Nebel sowie matschiger, morastiger Untergrund für einen schlechten Straßenzustand mit geringen Sichtweiten. Nachdem 2007 eine Neubaustrecke eröffnet wurde, gibt es praktisch keinen außertouristischen Kraftverkehr mehr auf der alten Todesstraße.

Vorherrschend sind jetzt Mountainbiker und die begleitenden Kleinbusse der Touranbieter.

Durch ein herrliches Tal fährt man erst einmal über eine  neu gebaute Schnellstraße bis zu  Eingang der alten Todesstraße.

Video Anfahrt Todesstraße

Unsere Abfahrt begann mit Nebel und in den Wolken. Wir waren alle gespannt was uns erwartet.

Es lagen 40 km Schotterpiste mit steilen Abhängen und tollen Wasserfällen vor uns. Immer wieder durften wir auch aussteigen und Strecken zu Fuß zurücklegen. Wasserfälle sorgten dafür, dass die Straße an einigen Stellen auch sehr nass und rutschig war.

Video Todesstraße 1

Video Todesstraße 2

Man kann es kaum beschreiben. Links ging es hunderte Meter steil abwärts und rechts viele Meter nach oben. Wir waren ja „fast allein“ auf der Straße  unterwegs, aber die Vorstellung es kommt einem ein Laster entgegen war schon atemberaubend. Immer wieder war die Straße durch Erdrutsche abgebrochen oder an der Seite verschüttet.

Eine lokale Verkehrsregel schreibt für die Todesstraße, abweichend vom bolivianischen Rechtsverkehr, Linksverkehr vor, damit die links sitzenden Lenker bei einer Fahrzeugbegegnung den Fahrbahnrand besser einsehen können; eine Fehleinschätzung hätte fatale Folgen.

Wir sind heil unten angekommen und sind nach dem Essen noch in einer Auffangstation für Tiere gewesen, die man entweder aus Haushalten geholt hat, wo sie nicht artgerecht gehalten wurden oder am Flughafen eingesammelt wurden, da sie Schmugglerware waren. Es war sehr interresant. Müde und erschöpft waren wir um 21 Uhr wieder bei unseren Wohnmobilen.

 

 

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